Burnout Symptome erkennen und rechtzeitig handeln

Du fühlst dich ausgebrannt, leer und kannst dich nur noch schlecht auf bestimmte Dinge im Alltag konzentrieren? Du hast keine Energie mehr übrig für dein Berufs- und Privatleben? Der tägliche Stress lässt dich nicht mehr zu Ruhe kommen und du kannst nicht mehr abschalten? Dann wird es aller höchste Zeit die Notbremse zu ziehen!

 

Zusammengefasst: Was versteht man unter Burnout?

burnoutBurnout: Das innere Feuer ist erloschen! Der Begriff Burnout kommt aus dem englischsprachigen Raum und bedeutet übersetzt „ausgebrannt“. Umgangssprachlich und als Synonym wird auch oft der Begriff „die totale Erschöpfung“ verwendet.

Wir Menschen befinden uns bei einem Burnout in einem Modus, bei dem die Energiereserven aufgebraucht sind. Unsere Akkus sind leer! Es ist ein Zustand der absoluten emotionalen, psychischen- und körperlichen Erschöpfung, welcher durch chronischer Stress entstanden ist. Dieser Zustand beschreibt genau den Punkt, an dem einfach nichts mehr geht!

Potentiell gefährdet für einen Burnout sind vor allem die Menschen, bei denen der Job im absoluten Mittelpunkt steht und Familie als auch weitere soziale Kontakte als nebensächlich bewertet werden. Ebenso betroffen sind vor allem Menschen, die sich für ihr täglich aufgebrachtes Engagement zu wenig wertgeschätzt fühlen.

Es gibt einige Symptome, die auf einen Burnout hinweisen können. Er kündigt sich durch bestimmte Warnzeichen- jedoch oft nur schleichend und in Phasen an. Du solltest diese unbedingt kennen, um dann gezielt Maßnahmen ergreifen zu können.

 

Symptome für einen Burnout

Ein Burnout ist immer mit einer oder mehreren Ursachen verknüpft. Die Reaktionen auf diese Ursachen sind individuell und sehr vielfältig. Es ist also immer ein Zusammenspiel unserer Persönlichkeit und äußerer Faktoren. Zu den typischen und häufigsten Anzeichen für einen Burnout kann man folgende Symptome zählen:

  • Dauerhafte tiefe Erschöpfung und Müdigkeit
  • Keine Chance abzuschalten
  • Konzentrationsstörungen
  • Wiederkehrende Angstzustände
  • Leichte Reizbarkeit und vermehrte Aggressionen
  • Verlust an Freizeitaktivitäten und soziale Abscheidung
  • Emotionslosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Wiederholende plötzliche Stimmungsschwankungen

Diese Symptome spiegeln sich in bestimmten Stadien die du durchläuft wieder, wenn du von einem Burnout betroffen bist.

 

Die Burnout Stufen- wie gefährdet bist du wirklich?

Ein Burnout ist ein schleichender Prozess, der sich in mehreren Stufen mit der Zeit anbahnt und entwickelt. Durch typische Symptome können wir bei der Beachtung bestimmter Warnsignale einen Burnout schon im frühen Stadium identifizieren. Es gibt mehrere Verlaufsmodelle und Ansätzen, welche diesen Prozess beschreiben. Nicht jeder Mensch wandert sukzessive von Stufe zu Stufe. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass Stufen übersprungen -oder aber auch zusammengefasst werden.

Aus diesen Gründen möchte ich dir hier auch nicht jede einzelne Stufe im Detail erklären. Es genügt vollkommen, wenn du den Verlauf und die charakteristischen Pfeiler der Stadien kennst.

 

Der schleichende Verlauf des Burnouts

In den Anfangsstadien sind wir von Motivation, Ehrgeiz und einem hohen Grad an Engagement gezeichnet. Es werden keine Aufgaben delegiert und alles wird von einem selbst erledigt. Dadurch reihen sich Arbeiten und Verpflichtungen an, welche zwar mit Erfolg aber zunehmend nur mit einer größeren Mühe bewältig werden können. Wir setzten uns dabei selbst Zeitlimits und bauen eine Stresssäule auf, welche permanent auf uns lastet und mit der Zeit immer größer wird.

Aufgrund des stetig steigenden Zeitdrucks und somit auch der Anforderungen, verzichten wir auf Erholungsphasen. Die eigenen Bedürfnisse werden komplett vernachlässigt und wir fühlen uns immer nervöser und angespannter. Ab diesem Punkt priorisieren wir anders. Unsere Leistungskurve fällt weiter drastisch ab. Statt sich Problemen und Konflikten zu stellen laufen wir davon und verdrängen sie.

Die Situation spitzt sich zu. Alles was uns von der Bewältigung der aufgetragenen Verpflichtungen abhält, wird hinten angestellt. Wir denken das uns niemand versteht, weder Familie oder Freunde. Die Folge: Totale soziale Isolation und kompletter Rückzug aus der Umwelt!

Ab diesem Moment kommen Selbstzweifel auf. Wir haben das Gefühl, dass wir zu wenig für unseren Einsatz zurückbekommen. Es entstehen enorme Stimmungsschwankungen, Angstzustände und das Gefühl gescheitert zu sein macht sich breit.

Körperliche Beschwerden, Emotionslosigkeit und geistige Zusammenbrüche beherrschen den Tagesablauf. Du fühlst dich komplett ausgelaugt, kannst nicht mehr schlafen und bist verwirrt. Die fatale Folge: Burnout!

 

Die Gefährdung an Burnout zu erkranken ist typabhängig

Jeder Mensch regiert auf Stress und Belastung anders. Ebenso hat jeder Mensch individuelle Lebensziele, Erwartungen an sich selbst sowie Persönlichkeitsfaktoren. Stärken, Schwächen sowie die Persönlichkeit, können für die Entwicklung eines Burnouts von entscheidender Bedeutung sein. Wenn du denkst das Pausen überbewertet werden, du keine Aufgaben delegieren willst und nach absolutem Perfektionismus strebst, solltest du die Reisleine ziehen. Diese Faktoren können einen Burnout nämlich maßgeblich negativ beeinflussen.

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Hilfe Burnout

Burnout kann jeden treffen der unter Dauerstress steht. Egal in welchem Alter du, ob du Student, Manager oder Mutter bist. Gefährdete Personen, sollten sich immer Beratung und Unterstützung von einem Arzt einholen. Es ist unmöglich komplett eigenständig aus diesem Hamsterrad zu entkommen.

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